Das Gemälde befindet sich in einem sehr privaten Raum eines
Hauses. Kein Gast betritt ihn, keine Repräsentation findet hier
statt. Es ist der Raum des Übergangs zwischen dem, was man ist,
und dem, was man nach außen trägt. Hier hängt die Alltagskleidung
neben dem Festlichen, hier beginnt und endet der Tag mit sich
selbst.
Das Gemälde lädt ein, in die eigene Stille zu treten. Es
kommentiert die Wahl der Kleidung nicht. Es ist einfach da, groß
und ruhig. Es erinnert daran, dass es jenseits aller
Entscheidungen des Tages etwas gibt, das unveränderlich schweigt.
Großformat in einem Bekleidungsraum
Das Gemälde wirkt als Geschenk, das man täglich bekommt und das
dennoch immer neu ist. Das Großformat in diesem privaten Raum
wirkt nicht überwältigend, sondern umhüllend. Es macht den Raum
zu einem Ort, an dem man kurz innehält.