Ein Dialog ist ganz grundsätzlich ein Gespräch zwischen zwei oder mehreren Personen in der direkten Begegnung.

Der Begriff lässt sich zurückführen auf die griechischen Wortwurzeln διά diá‚ [hin-]durch und λόγος lógos ‚Wort, Rede; also διάλογος diá-logos: das Fließen von Worten.

Dialog meint also ein offenes Gespräch zwischen Menschen in der direkten Begegnung.

Die Grundfrage dabei lautet: „Wie denkst Du darüber und wie schaffst Du es, so zu denken?“

Diese Frage legt eine Spur zu dem, was den beteiligten Personen wirklich und bedeutsam ist. Und sie macht aus (bislang) unvertrauten Personen miteinander vertraute Menschen in einer tragfähigen Partnerschaft.

Um dies zu ermöglichen, brauchen die beteiligten Personen das aktive Einüben folgender fünf Grundfertigkeiten:

  • den Körper Leib beruhigen und im Gemüt in eine unvoreingenommene Gelas­senheit ausbreiten können (RUHEN)
  • aus einem äußeren und inneren Schweigen heraus auf sich einwirken lassen können, was das Gehörte in mir auslöst (ZUHÖREN)
  • auf Abwertung, Schuldzuweisung und Kritik gegenüber den Themen und den Beteiligten verzichten können (RESPEKTIEREN)
  • Gedanken beobachten und Emotionen nachspüren können, ohne in eine Fixie­rung zu verfallen (SUSPENDIEREN)
  • mit der eigenen, authentischen Sprache aussprechen können, was sich mir aus dem inneren Schweigen heraus zeigt (ARTIKULIEREN)

Es ist ratsam, auf dem Weg dahin unterschiedliche Übungen zur Förderung der eigenen Sensibilität für

  1. a) das aktuelle Empfinden des eigenen Körpers
  2. b) das Beobachten der momentanen eigenen Gedanken
  3. c) das Erspüren von aufsteigenden eigenen Gefühlen
  4. d) das Mitgestalten von Zeiten der äußeren und inneren Stille

zu praktizieren. Durch diese Übungen werden persönliche Erfahrungen möglich, die es bewusst zu durchdenken gilt, um tragfähige Dialoge wirkungsvoll mitgestalten zu können.