Die digitale Transformation verändert die Art der (verteilten) Wertschöpfung. Zunehmend ist mit Mehrdeutigkeiten und Unsicherheiten umzugehen. Zu erreichende Resultate sind auszuhandeln und nicht einfach auszurechnen. Das zu erreichende Zusammenspiel von Einzelbeiträgen soll sowohl einen hohen Wirkungsgrad (Effizienz) als auch einen hohen Zielerreichungsgrad (Effektivität) aufzuweisen und wo immer möglich neuartige Eigenschaften zu ermöglichen (Emergenz). Zahlen sind sinnerfassend aufzubereiten und adressatenorientiert zu kommunizieren. Sind verfügbare Informationen unscharf und/oder unsicher, wird statt einer optimalen Lösung ein zufriedenstellendes Vorgehen (Satisficing) angestrebt, das möglichst viele Anspruchsgruppen befriedigt. Ein „problematisches“ Verhalten entpuppt sich dabei oft genug als eine Resonanz auf beobachtete Bedingungen bzw. Gegebenheiten. Optimierungen setzen aus diesem Grund primär an den Verhältnissen an und keinesfalls an den Verhaltensweisen einzelner Akteure. Im Rahmen von Optimierungskalkülen wirkt Rationalität als kommunikative Konstruktionsleistung, deren Anwender letztlich Interpreten dieser Konstruktion sind. Auch deshalb werden Resultate ausgehandelt und nicht ausgerechnet.

Vor diesem Hintergrund bin ich bemüht, aus grundlegenden Prinzipien (Theorien) hilfreiche Vorgehensweisen (Methoden) herzuleiten, durch ein trainierbares Handeln (Technik) zu konkretisieren und mit Instrumenten zu vollziehen, um definierte Ziele zu erreichen. Beispielweise wird das Prinzip Nachvollziehbarkeit eines Standpunktes mit dem Sensemaking in eine Vorgehensweise überführt und mit der Technik des bewussten Abbruchs des unendlichen Regress in ein Handeln konkretisiert, das mit dem Instrument des bewussten Treffens von Grundannahmen vollzogen wird, um das Ziel einer akzeptierbaren Begründung zu erreichen. Immer wieder ist es nötig abzuwägen statt einfach abzuzählen.

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